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„Der Astronaut muss los
Der Astronaut muss weiter
Wird man sich jemals wieder
Jemals wieder sehn?“
Weißt Du noch, Toto? Dieses Lied von Udo Lindenberg haben wir im Duett gespielt, Du an der Gitarre und ich habe gesungen! Bei unserem Stück
Und plötzlich stand die Sonne still“
Über zwanzig Jahre, seit Gründung unseres Ensembles, hast Du die Musik für unsere Stücke geschrieben. Und das auf eine wunderbare magische Weise:
wir mussten nie viel reden, um uns zu verständigen. Du hast die Musik fast intuitiv komponiert und das mit einer Melancholie und Tiefe, die mich immer berührt hat.
Oft bist Du bei den Gastspielen mitgereist, um die Musik live zu spielen. Kurz vor Einlass des Publikums hast Du, mit dem Dir ganz eigenen feinen und liebevollen Humor, oben vom Technikpult, statt dem üblichen „Toi, toi, toi!“ uns Spielern eine individuelle Ermutigung zugerufen und uns damit zum Lachen gebracht.
Bei „Der Zoo in uns“, dem Stück über die Evolution war das: „Gute Entwicklung!“
Bei „Als ES über uns kam“, dem Stück über das Unbewusste: „Gute Analyse!“
Und schließlich bei „Und plötzlich stand die Sonne still!“, dem Stück über das Weltall und die kopernikanische Wende war es ein: „Guten Flug!“
Ich mochte das sehr und ich habe mich immer schon auf diesen Moment gefreut, hat er mir doch viel von meinem Lampenfieber genommen.
Jetzt bist Du schon los.
Jetzt musst Du schon weiter.
Und jetzt will ich Dir zurufen: „Gute Entwicklung! Gute Analyse! Und vor allem guten Flug!“
Du fehlst! Deine Iris
„Gleite als Sternenstaub,
mit dem Sonnenwind
so lange durch das All
bis ich Dich wieder find!“
(aus: „Der Astronaut“, Udo Lindenberg)

Lieber Thorsten!
Gerade verbleibe ich ohne Sprache, in einer vom Universum hervorgebrachten Geräuschlosigkeit, eine Stille, in der sich alles versammelt hat.
Dort, wo ich verbleibe, mit den Erinnerungen an unsere kreativen und humorvollen Momente, bist du schon gegangen, schon vorausgeeilt!
Die Stille hast du ja so gerne mit klangvollen Farben ausgemalt, verzaubert oder in eine besondere Stille verwandelt!
In einer solchen Stille befinde ich mich gerade jetzt, spielerisch, tänzerisch, melancholisch! Es ist wie ein Duett und das wird es ewiglich bleiben! Danke für diesen kleinen besonderen Tanz mit all den kleinen Schritten und witzigen Drehungen!
Ein halbes Jahrhundert hast du gestaltet und Licht in dein Umfeld gestreut. Gerade erinnere ich mich an diese Strahlen und Funken. Das darf auch gerne noch ein halbes Jahrhundert so sein! Du bist schon weitergereist. So aber wird alles vollkommen auf seine Art! Danke Thorsten, dass wir uns begegnen durften! Dein Freund Ludger
Worauf es hinauslief, das Stammeln,
das lässt sich mit Worten nicht sammeln,
weil’s nicht geteilt ist, nun immer unteilbar,
weil es geheilt ist, nun nicht mehr unheilbar,
leicht – nein, nicht leicht, ganz ohne Gewicht,
näher am … näher? Nein, selber jetzt Licht,
Licht ohne Dunkel, ins Weite sich streckend,
nein, nicht ins Weite, das Weite hat Grenzen,
unbegrenzt, schwingend, in allen Frequenzen
klingend, die Dinge gelassen erregend,
ganz ohne Zeit durch die Zeit sich bewegend.
Hör nur, du brauchst keine Ohren:
Hör nur, denn nichts ist verloren.
Worauf es hinauslief, das Stammeln,
das lässt sich mit Worten nicht sammeln.
Christian

